Besuch in Pennsylvania - Europabeauftragte Treptow-Köpenick

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Bürgermeisterin zu Besuch in Pennsylvania


Der Bezirk Treptow-Köpenick ist seit vielen Jahren mit der Gemeinde East Norriton Township im Bundesstaat Pennsylvania (USA) freundschaftlich verbunden. Diese Kooperation wurde mit der offiziellen Unterzeichnung der Städtepartnerschaftsvereinbarung zwischen East Norriton Township (ENT) und dem damaligen Bezirk Treptow im Jahre 1991 begründet.

Auf Einladung der Gemeinde besuchte die Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler
vom 23. bis 29. Oktober anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von ENT unsere Partnerstadt. Unterstützt wurde die Bürgermeisterin durch zwei Jugendliche der Emmy-Noether-Schule im Allendeviertel und die für Städtepartnerschaften verantwortliche Mitarbeiterin im Bezirksamt. Ziel der Reise war es, die Verbindungen zwischen beiden Kommunen weiter zu vertiefen und gemeinsam Ideen für einen Jugendaustausch zu entwickeln.

Die amerikanischen Gastgeber hatten ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Hervorhebenswert ist der Besuch der High School und der Mittelschule im Schulbezirk Norristown. Die amerikanischen Schülerinnen und Schüler hatten sich gründlich auf den Besuch aus Deutschland vorbereitet. Sie löcherten die Bezirksbürgermeisterin und die beiden SchülerInnen der Emmy-Noether-Schule über Alltagsfragen zum Leben in Deutschland, aber auch zu gesellschaftspolitischen Fragen, etwa die nach der Funktionsweise des Krankenversicherungssystems in Deutschland oder ob es bei uns auch die Schweinegrippe gäbe. Als die beiden SchülerInnen Jehona und Jan eine Präsentation über das jährlich in unserem Bezirk statt findende internationale Jugendfestival „United Games of Nations“ vortrugen, waren die amerikanischen Jugendlichen äußerst aufmerksam und stellten zahlreiche Nachfragen. Die beiden Jugendlichen, die zugleich Mitglied im Jugendnetzwerk „Young Voices“ sind, erwiesen sich als hervorragende Botschafter/innen unseres Bezirkes und haben auch gleich neue Freundschaften geschlossen.
Im anschließenden Besuch einer berufsvorbereitenden Schule konnten wir einen Einblick in die verschiedenen Berufssparten wie Tischlerei, Kfz-Mechanik, Kosmetik gewinnen, in denen sich interessierte Schülerinnen und Schüler ausprobieren und somit herausfinden können, ob dieses Handwerk als späterer Beruf in Frage kommt. Beim gemeinsamen Mittagessen mit der stellvertretenden Schulleiterin Kathy Bello zeigten die jungen Köche ihr Können. Am Abend fand ein Treffen mit Eltern, Schülern und VertreterInnen der Gemeindeverwaltung statt, bei dem konkrete Möglichkeiten von Schulkooperationen bzw. Jugendaustauschen gemeinsam diskutiert wurden.
Darüber hinaus gab es ein Treffen mit einem Mitglied der Treptow-Köpenicker Bezirksverordnetenversammlung und Mitgliedern des dortigen Partnerschaftsvereins.

Am nächsten Tag erhielt die Delegation aus Berlin eine umfangreiche Führung durch die verschiedenen Bereiche der Gemeindeverwaltung. Der Dienstagabend war der eigentliche Höhepunkt des Besuches: Anlässlich des 100-jährigen Stadtjubiläums East Norriton Township wurde eine sogenannte Zeitkapsel gefüllt und feierlich versiegelt. Neben den Mitgliedern der Gemeindeversammlung, dem Verwaltungsdirektor, dem Chef der dortigen Polizei, dem Feuerwehrchef und Schulen aus Norristown legten die Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler und die beiden Jugendlichen stellvertretend für den Bezirk Treptow-Köpenick zwei vom Kunstkurs der Emmy-Noether-Schule gefertigte Plastiken in die Zeitkapsel. Diese Zeitkapsel soll erst in 100 Jahren wieder geöffnet werden und dann einen Einblick in das Leben vor 100 Jahren geben. Anschließend wurde der Bezirksbürgermeisterin die Ehre zu teil, vor der Gemeindeversammlung zu reden. In ihrem Grußwort überbrachte Frau Schöttler die Glückwünsche aus der Partnerstadt Treptow-Köpenick zum 100. Geburtstag von ENT und brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass „unsere Nachfahren noch viele gemeinsame Jubiläen in gegenseitiger Freundschaft und Verbundenheit feiern werden.“ Die Bezirksbürgermeisterin betonte in ihrer Rede, dass der 20. Jahrestag des Mauerfalls nicht nur für die Deutschen ein bedeutsamer Tag sei, denn ohne die Überwindung der Teilung von Ost und West wäre beispielsweise diese Städtepartnerschaft niemals zustande gekommen. Die folgende Präsentation zu den Aktivitäten im Rahmen von 800 Jahre Köpenick wurde vom Publikum äußerst interessiert und mit großem Beifall aufgenommen. Die Abgeordneten im Kongress von Pennsylvania Michael Verb und Matthew Bradford überreichten Frau Schöttler feierlich eine Proklamation, in der die freundschaftlichen Beziehungen zwischen East Norriton und Treptow-Köpenick ausführlich gewürdigt wurden.
In zahlreichen Gesprächen mit dem neu gegründeten Partnerschaftsverein von East Norriton Township ging es immer wieder um die Frage, wie man junge Menschen dazu motivieren kann, in einen Austausch miteinander zu treten, weil es gerade für Jugendliche wichtig ist, andere Kulturen kennen zu lernen und Vorurteile abzubauen.

Als wichtigste Ergebnisse neben der Vertiefung und Intensivierung der städtepartnerschaftlichen Kontakte wurden konkrete Verabredungen getroffen, um im nächsten Jahr eine Delegation aus ENT zum Jugendfestival „United Games of Nations“ im Juni im FEZ zu empfangen. Darüber hinaus haben im Nachgang zu diesem Besuch bereits die Anna-Seghers-Schule und die Merian-Schule Kontakt zur High School in East Norriton aufgenommen, um im ersten Schritt Brieffreundschaften zwischen deutschen und amerikanischen Schüler/innen zu entwickeln.
Neben dem Austausch von Erfahrungen und Know-How spielt der menschliche Aspekt eine wesentliche Rolle. Zum einen bringt es Wertschätzung zum Ausdruck, wenn die Bezirksbürgermeisterin die Einladung zum Besuch der Partnerstadt zu diesem besonderen Anlass annimmt und zum anderen leben Städtepartnerschaften von der Begegnung von Menschen, weil das persönliche Gespräch andere Verbindlichkeiten schafft und das Verständnis für die andere Seite erhöht. Aus diesem erfolgreichen Besuch werden sich viele gemeinsame Ideen und Projekte entwickeln und neue Impulse für die zukünftige Ausgestaltung der Städtepartnerschaft ausgehen
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